Für die 1. Mannschaft ist die Saison zu Ende!

Trotz einer kämpferischen Topleistung müssen sich die Weinfelder in der vierten Playoff-Begegnung dem HC Luzern mit 2:4 erneut geschlagen geben, was nach der dritten Niederlage in Folge gleichzeitig das Saisonende bedeutet.

 

Die beiden Teams schenkten sich von Beginn an nichts in dieser für Weinfelden alles entscheidenden vierten Playoff-Partie. Bereits im ersten Powerplay waren die Einheimischen mit einem Treffer von König auf Pass von Schläppi erfolgreich. Danach gab es einen offenen Schlagabtausch und auf beiden Seiten einige gute Torchancen. Nach einem weiteren schönen Angriff gelang den Gästen dann in der 13. Minute durch Gabathuler der Ausgleichstreffer, wobei Weinfeldens Torhüter Knöpfel die Sicht komplett verdeckt war. Als dann kurz vor der ersten Pause Märki auf die Strafbank wanderte, setzten sich die Luzerner im Weinfelder Drittel gekonnt fest und waren acht Sekunden vor Ablauf der Strafe in der 18. Minute erneut durch Gabathuler erfolgreich.

 

Ins Mitteldrittel starteten die Weinfelder stark und Schläppi gelang gleich in der Anfangsphase auf Pass von Henry verdient der 2:2-Ausgleich. Als die Trauben in der 26. Minute eine Strafe aufgebrummt bekamen, gab es kurz darauf grosse Diskussionen um einen angeblichen Treffer von Schläppi, der den gegnerischen Torhüter übertölpelte, zuerst nur den Pfosten traf und der Nachschuss mit zwei heranbrausenden Luzernern, welche dadurch das Tor verschoben, vermeintlich im Tor landete. Zuerst wurde der Treffer gegeben, dann wieder zurückgenommen. Die dadurch fällige kleine Strafe für das absichtliche Verschieben des Tors wurde in der Verwirrung jedoch nicht ausgesprochen. Diese Szene sollte sich im Nachhinein als matchentscheidend erweisen. Noch während derselben Strafe erhöhten die Zentralschweizer in der 28. Minute durch Kuster auf 2:3. Die hart kämpfenden Weinfelder waren in der Folge zwar weiterhin nah am erneuten Ausgleich, doch in der 36. Minute führte ein schneller Konter von Kuster zu Gogolka zum 2:4 Pausenresultat.

 

Das Schlussdrittel war dann in der zunehmend ruppiger geführten Partie von zahlreichen Strafen geprägt. Zuerst traf es die Weinfelder, doch Dürnten konnte infolge der konsequenten Defensivarbeit der Trauben und einem guten Torhüter Knöpfel nicht davon profitieren. Nach dieser heiklen Phase kamen die Weinfelder wieder besser ins Spiel, nun ebenfalls begünstigt durch Strafen, welche nun plötzlich auf der Gegenseite ausgesprochen wurden. Sie machten enorm Druck vor dem Luzerner Tor, doch im Abschluss waren sie zu wenig konsequent. Zudem warfen sich die erfahrenen Gäste in jeden Schuss und unterstützten ihren Torhüter mit allen Mitteln. So kam es, dass es in den letzten 20 Minuten zwar viele Strafen zu schreiben gab, jedoch keine weiteren Tore.

 

Damit endet die Playoff-Serie mit 3:1 zugunsten der Luzerner, welche dank einer konstanten Leistung über alle vier Spiele damit verdient den Einzug in die ¼-Finals geschafft haben. Die Weinfelder haben sich jedoch sehr gut geschlagen und mit etwas mehr Effizienz und einem Quäntchen Glück, hätte das eine oder andere Spiel definitiv auch anders ausgehen können.

 

Der SC Weinfelden gratuliert dem HC Luzuern an dieser Stelle ganz herzlich und wünscht den Zentralschweizern alles Gute im weiteren Verlauf der Playoffs. (kre)

 

Weinfelden - Luzern 2:4 (1:2, 1:2, 0:0)

Güttingersreuti - 146 Zuschauer - Sr. Bertolo, Bucher

Tore: 6. König (Schläppi, Tobler/Ausschluss Peterhans) 1:0, 13. Gabathuler (Kuster, Guidon E.) 1:1, 18. Gabathuler (Golgolka, Kuster/Ausschluss Märki) 1:2, 23. Schläppi (Henry) 2:2, 28. Kuster (Zumbach, Gabathuler/Ausschluss Tobler) 2:3, 36. Gogolka (Kuster) 2:4

Strafen: 9mal 2 Min. plus 2mal 10 Min. (Mathis, Schläppi) gegen Weinfelden, 11mal 2 Min. plus 1mal 10 Min. (Blöchlinger) gegen Luzern

Weinfelden: Knöpfel (Nater); Wirth, Moser, König, Tobler, Farner, Hiller, Märki, Holzer, D'Addetta, Dolana, Schläppi, Henry, Salzmann, Keller, Baumgartner, Mathis, Harder

Luzern: Ducoli (Lang); Kuster, Burkart, Spinner, Hodel J., Peterhans, Maurenbrecher, Portmann, Guidon  E., Zumbach, Hodel M., Blöchlinger, Gogolka, Martschini, Gabathuler, Guidon G., Santer, Racheter, Matter

Best Player: König (Weinfelden), Gabathuler (Luzern)


(Fotos: Karin Reinert)

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