1. Mannschaft scheitert an sich selber

Lange Zeit ist die Begegnung gegen Bassersdorf offen, doch die Glattaler zeigen sich vor dem Tor um einiges effizienter als die Trauben. Am Ende gibt es sogar eine Kanterniederlage für Weinfelden.

Bassersdorf startete mit viel Tempo in die Partie und konnte bereits früh in Führung gehen. Der erste Treffer erfolgte im Powerplay, als Wilhelm einen Abpraller nur noch ins offene Tor einschieben musste. Die Weinfelder waren bemüht, doch richtig gefährlich wurde es lediglich, als Dolana entwischte und alleine auf Torhüter Oschwald losziehen konnte. Nach einem schönen Angriff fiel dann in der 7. Minute durch Wachter bereits der zweite Treffer für die Gäste. Danach kamen die Weinfelder besser ins Spiel und hatten in der 10. Minute gleich mehrere Möglichkeiten zu verkürzen. Der Torhüter war bereits geschlagen, doch irgendwie schafften es die Trauben, den Puck nicht über die Linie zu bringen. Kurz darauf konnten die Weinfelder eine Minute lang eine doppelte Überzahl agieren, doch auch diese Chance liessen sie ungenutzt verstreichen. Weinfelden agierte dabei viel zu kompliziert und oft mit einem Pass zuviel, als den direkten Weg aufs Tor zu suchen. Fünf Minuten vor der ersten Pause forderte dann aber Dolana im Slot stehend die Scheibe, zog ab, Baumgartner gab dem Puck noch die entscheidende Richtungsänderung und liess damit dem Gäste-Hüter keine Chance. So kam etwas Hoffnung zurück, doch in der 19. Minute waren es erneut die Glattaler, welche die Weinfelder Abwehr gekonnt ausspielten und Zwick schlussendlich mit einem Schuss ins rechte hohe Eck zum 1:3 erhöhen konnte.

Im Mitteldrittel ging es über weite Strecken ausgeglichen hin und her, mit leichten Vorteilen der Gastgeber. Die Tor-Effizienz der Weinfelder lies dabei jedoch weiterhin zu wünschen übrig. Entweder scheiterten sie am hervorragenden Torhüter der Glattaler, am eigenen Unvermögen, meistens jedoch an der viel zu komplizierten Spielweise. Im Gegensatz dazu zeigte sich Bassersdorf abgeklärt und wartete geduldig auf seine Chancen. So konnten sie etwas entgegen dem Spielverlauf in der 39. Minute durch Fuhrer auf 1:4 erhöhen.

Auch im Schlussdrittel erarbeiteten sich die Trauben in der ersten Hälfte durchaus Chancen, liessen diese jedoch weiterhin zum Teil fahrlässig aus. Als Bassersdorf dann in der 51. Minute im Powerplay durch Giamboni erfolgreich war und nur acht (!) Sekunden später durch Fuhrer auf 1:6 erhöhte, kam bei den Weinfeldern der Bruch. Sie nahmen sich in der Folge durch zu viele zum Teil unnötige Strafen gleich selbst aus dem Spiel, welches schlussendlich in einer Kanterniederlage endete. (kre)

Weinfelden – Bassersdorf 1:7 (1:3, 0:1, 0:3)
KEB Güttingersreuti – 123 Zuschauer – Sr. Hagnauer, Haider
Tore: 4. Honegger (Giamboni, Wilhelm/Ausschluss Schläppi) 0:1, 7. Wachter (Oschwald) 0:2, 15. Baumgartner (Dolana, Tobler) 1:2, 19. Zwick (Fuhrer, Oschwald) 1:3, 39. Fuhrer (Kuhn, Honegger) 1:4, 51. Giamboni (Wilhelm, Schmid/Ausschluss Mahtis) 1:5, 51. Fuher (Staiger) 1:6, 55. Klaus (Kuhn/Ausschluss König, D’Addetta) 1:7
Strafen: 13mal 2 Min. plus 1mal 10 Min. (Baumgartner gegen Weinfelden, 12mal 2 Min. gegen Bassersdorf
Weinfelden: Knöpfel (Nater); Wirth, Moser, König, Tobler, Märki, Holzer, D’Addetta, Dolana, Streicher, Schläppi, Henry, Keller, Harder, Baumgartner, Mathis
Bassersdorf: Oschwald (Gasser); Eppler, Klaus, Wuffli, Zwick, Oschwald, Stessel, Caminada, Kuhn, Schärer, Honegger, Fuhrer, Staiger, Schmid, Wilhelm, Wachter, Giamboni

 

(Fotos: Karin Reinert)

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