Testphase der 1. Mannschaft ist abgeschlossen

Sieben Testspiele hat das Team von Head Coach Christian Schuster in den vergangenen Wochen absolviert. Fünf davon konnten siegreich gestaltet werden, zweimal musste man als Verlierer vom Eis.

 

Vor allem in den aussagekräftigen Spielen gegen die direkten Ligakonkurrenten Schaffhausen, Bassersdorf, Kreuzlingen-Konstanz und Engiadina schnitten die Trauben mehrheitlich gut ab. So konnte in einem engen und hart umkämpften Spiel Schaffhausen knapp mit 7:6 geschlagen werden. Etwas anders entwickelte sich die Partie gegen Bassersdorf. Zwar war das Spiel 40 Minuten lang ebenfalls sehr ausgeglichen, doch in einem fulminanten Schlussdrittel zogen die Weinfelder gleich mit sechs Toren zum 9:3-Sieg davon. Gegen die starke Stüssi-Truppe aus Kreuzlingen hatten die Weinfelden dann aber keine Chance auf den Sieg. Sie agierten zu unkonzentriert und fehlerhaft und ermöglichten so dem Gegner immer wieder gute Torchancen, welche von den Kreuzlinger Routiniers kaltblütig ausgenutzt wurden. So mussten die Trauben am Ende das Eis mit einer hohen 8:3-Niederlage verlassen. Im letzten Testspiel ging es dann nach Scuol. Bereits nach 21 Sekunden gingen die Thurgauer in Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr preis. Nach 60 Minuten konnte ein deutlicher 9:4-Sieg verbucht werden.

 

Was für eine Bilanz zieht SCW-Head Coach Christian Schuster vor dem Meisterschaftsstart?

 

Bist du zufrieden mit der Vorbereitung?
Wir haben fünf von sieben Vorbereitungsspielen gewonnen. Hätte mir dies jemand im Sommer als Deal angeboten, hätte ich sofort eingeschlagen. Logischerweise will die Mannschaft jedes Spiel gewinnen. Dennoch braucht es hin und wieder eine Niederlage, um die eigenen Schwächen aufzudecken. Aus den beiden Niederlagen gegen Reinach (1. Liga) und Kreuzlingen (Liga-Konkurrent) konnten wir einige Erkenntnisse herausziehen. Sehr zufrieden - und dafür möchte ich jedem einzelnen Spieler danken - bin ich mit dem Einsatz des gesamten Teams. Und zwar dafür, dass sie bereit sind, "Extras" zu machen, sei dies Off-Ice Einheiten, Theorie oder Team-Events. Jeder Spieler hat nebenbei seine Arbeit oder Schule, welche bereits viel Energie und Zeit kosten, und dennoch sind sie am Abend motiviert, diese "Extra-Meilen" zu gehen.


Wo siehst du die grössten Mängel, resp. grössten Stärken deines Teams?
Über die grössten Mängel möchte ich nicht sprechen. Innerhalb des Teams besprechen wir dies und arbeiten in jedem Training daran, um uns zu verbessern. Stärken hat das SCW-Team 2018/19 sehr viele. Auch darüber möchte ich aber nicht zuviel sagen. Jeder Zuschauer, der in die Gütti kommt, kann sich gerne selber ein Bild davon machen. Klar ist aber, dass wir ein Team haben, welches für das Logo auf der Brust kämpft und arbeitet. Die Team-Chemie und der Zusammenhalt ist sehr gut und gibt uns extra Energie. Ich denke, damit werden wir den einen oder anderen zusätzlichen Meisterschaftspunkt holen können.

Wie gut ist das neu zusammengestellte Team zusammengewachsen, resp. wie gut funktioniert das Miteinander zwischen den älteren, routinierten Spielern und den neu eingebauten Junioren? Der Altersunterschied vom Ältesten zum Jüngsten beträgt immerhin 22 Jahre!
Meiner Meinung nach braucht es eine Mischung zwischen jungen und älteren Spielern. Beide haben ihre Vorteile, die einer Mannschaft helfen können. Die Älteren bringen viel Routine aus unzähligen Schlachten mit. Ihre Erfahrung ist auch für das Mannschaftsgefüge in der Kabine wichtig. Sie haben eine Vorbildrolle und dementsprechend Verantwortung. Die Jungen können von ihnen lernen und sich stetig verbessern. Die Jungen, welche wir in unseren Reihen haben, möchten sich verbessern und akzeptieren ihre Rolle. Sie haben Potential und werden dem SCW hoffentlich noch lange erhalten bleiben. Oftmals arbeiten wir mit den jüngeren Spielern separat an Details, um sie noch schneller auf ein höheres Level zu bringen. Aus meiner Sicht sind bereits Fortschritte im Vergleich zu den ersten Wochen ersichtlich.

Möchtest du eine Saisonprognose wagen?
Wir haben nicht gegen alle Teams in der Vorbereitung gespielt und deshalb ist es eine sehr schwierige Frage. Alle haben gesehen, dass wir in die stärkere 2. Liga Gruppe eingeteilt wurden. In dieser Gruppe hat es sehr viele gute Teams. Ich denke, dass Dürnten, Illnau-Effretikon, Kreuzlingen-Konstanz und St. Moritz zu den Top-Teams gehören werden. Mein persönliches Ziel ist es, in die Top 4 zu kommen, damit wir in den Playoffs mit dem Heimrecht starten können.

 

Meisterschaftsstart: Samstag, 22.09.18, 18:15, SC Weinfelden - EHC St. Gallen

 

(kre)

(Fotos: Karin Reinert)