Weinfelden verliert erneut gegen Wil

In einem nicht sehr hochstehenden und für Weinfelden bedeutungslos gewordenen zweitletzten Qualifikationsspiel gewinnt Wil nach einem 2:0-Rückstand am Ende mit 3:5.

Nach einer ausgeglichenen Startphase waren es die Weinfelder, welche aktiver waren und mit mehr Zug aufs gegnerische Tor immer wieder den Abschluss suchten. Die beste Chance hatte dabei Araujo mit einem Lattentreffer in der 5. Minute. Als Weinfelden in der 14. Minute zum zweiten Mal in Überzahl agieren konnte, gelang König auf Zuspiel von Dolana dann aber doch noch der verdiente erste Treffer für Weinfelden. Kurz darauf schnappte sich König die Scheibe nach einem Fehler der Wiler Abwehr erneut und netzte zum 2:0 ein. Jetzt waren auch die Wiler geweckt und wirkten nun entschlossener. Noch in derselben Spielminute verkürzte Torino und kurz darauf traf Herberger nur den Pfosten.

Nach der ersten Pause hätten die Weinfelder ihr Skore mehrfach erhöhen können, wenn nicht sogar müssen. Und bekanntlich ist es so, wer sie nicht macht, der bekommt sie. Nach einer erfolglosen Druckphase der Weinfelder gelang Wil nach einem schnellen Konter zuerst durch Herberger in der 26. Minute der Ausgleich und im darauf folgenden Powerplay schoss Stevan sein Team zum ersten Mal in Führung. Mit Einzelaktionen kamen die Weinfelder nach wie vor immer wieder vors gegnerische Tor, doch die Gäste übernahmen in der Folge definitiv das Spieldiktat. In der 35. Minute schnürten sie die Weinfelder im eigenen Drittel fast powerplaymässig ein und liessen Torhüter Gemperle nach einer schnellen Kombination via Diem und Bischofberger zu Eigenmann keine Chance. Erst gegen Ende des Mitteldrittels machte Weinfelden wieder vermehrt Druck, konnte jedoch nicht reüssieren.

Auch im Schlussdrittel spielte Wil anfangs druckvoller, den Weinfeldern gelangen jedoch immer wieder gefährliche Konter. So wurde in der 45. Minute Reinmann perfekt lanciert, tauchte alleine vor Wils Torhüter Meier auf, doch dieser parierte glänzend und kurz darauf verzog Araujo aus bester Abschlussposition. Im anschliessenden Powerplay der Wiler brachten die Gastgeber die Scheibe immer wieder geschickt aus dem Drittel und Wil kam kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Danach war das Spielgeschehen ausgeglichen, wenn nicht sogar mit leichten Vorteilen bei den Weinfeldern. Obwohl es für sie um nichts mehr ging, kämpften sie beherzt weiter und kamen in der 56. Minute durch Schläppi auf Zuspiel von Heid zum Anschlusstreffer. Drei Minuten vor der Schlusssirene nahm Weinfeldens Coach Diethelm sein Timeout und die Trauben spielten in der Folge ohne Torhüter. Durch einen Wechselfehler verpuffte jedoch auch diese Chance und Torhüter Gemperle kehrte wieder auf seinen Platz zurück. Als noch ein weiterer Weinfelder eine kleine Strafe fasste, mussten die Gastgeber in den letzten eineinhalb Spielminuten in doppelter Unterzahl agieren und diesen Vorteil nutzte Diem zur definitive Siegsicherung. (kr)

Weinfelden – Wil 3:5 (2:1, 0:3, 1:1)
KEB Güttingersreuti – 158 Zuschauer – Sr. Zweidler (Nater, Bohner)
Tore: 14. König (Dolana/Ausschluss Blatter) 1:0, 16. König 2:0, 16. Torino (Heitzmann) 2:1, 26. Herberger (Herzog) 2:2, 30. Stevan (Bischofberger, Heitzmann/Ausschluss Maier) 2:3, 35. Eigenmann (Bischofberger, Diem) 2:4, 56. Schläppi (Heid) 3:4, 60. Diem (Herberger, Schärer/Ausschluss Bieri, Heid) 3:5
Strafen: 6mal 2 Min. gegen Weinfelden, 4mal 2 Min. gegen Wil
Weinfelden: Gemperle (D. Mathis); Spillmann, Moser, Heid, Rietmann, Illien, Dolana, Reinmann, Schläppi, Araujo, Maier, Figini, König, Nussbaum, Bieri, Streicher. Bemerkungen: Weinfelden ohne Baumgartner, Hofer, R. Mathis, Rietmann, Rothen, Schneider
Wil: F. Meier; Blatter, Herzog, Ungemach, Eigenmann, Wuffli, Vonbun, Schärer, Diem, Hungerbühler, Bulgheroni, Hohl, Zähner, Herberger, Bischofberger, Ph. Meier, Torino, Heitzmann, Stevan
Best Player: König (Weinfelden), Bischofberger (Wil)

(Fotos: Karin Reinert)