Weinfelden muss sich gegen Uzwil erneut in der Overtime geschlagen geben

Eine gute kämpferische Leistung der Weinfelder wurde schlecht belohnt. Obwohl die Trauben dem Siegtreffer im Schlussdrittel näher stehen, müssen sie sich mit einem Punkt nach Verlängerung begnügen.

Die beiden Teams starteten auf Augenhöhe und das Spiel wogte vorerst unspektakulär hin und her. Kurz nach Ablauf der ersten Strafe gegen Uzwil hatte Broder in der 8. Minute die beste Torchance, als er alleine vor Gemperle stand, dieser jedoch hervorragend parierte. Im ersten Powerplay der Gäste rettete vorerst der Pfosten für Weinfelden, doch in der 11. Minute war es erneut Bader, der abzog und sein Team in Führung brachte. Nur Sekunden später musste Weinfelden fünf Minute in Unterzahl agieren. Uzwil liess es überraschend gemächlich angehen und verpasste es, sich wirklich gute Torchancen zu erspielen. Kurz vor Ablauf der Strafe entwischte den etwas zu sorglosen Gästen Schläppi und der netzte in der 16. Minute im Nachschuss herrlich ein. Unmittelbar nach Wiederanpfiff brachte Locher die Uzwiler jedoch in derselben Spielminute erneut in Führung.

Ins Mitteldrittel startete das Heimteam unkonzentriert und stand trotz einem Mann mehr auf dem Eis ziemlich unter Druck. Als die Trauben selber kurz hintereinander auch noch zwei kleine Strafen fassten, wurde der Druck noch erhöht, trotzdem konnten sie sich etwas überraschend schadlos halten. Danach glich sich das Spielgeschehen aus und Weinfelden kam zu einigen guten Abschlüssen. In der 32. Minute waren es dann aber wieder die Gäste, welche ihr Skore erhöhen konnten. Nosers Schuss wurde abgelenkt und fiel etwas glücklich hinter die Torlinie zum 1:3. Noch in derselben Spielminute gelang König auf Zuspiel von Reinmann jedoch nach einem schnellen Angriff mit einem sehenswerten Hochschuss unter die Latte der Anschlusstreffer, schlicht unhaltbar für den Gästehüter. Nach einem kapitalen Fehlpass direkt auf den Stock von Uzwils Müller, hätte es kurz vor der zweiten Pause aber auch bereits 2:4 heissen müssen, doch die Gäste nahmen das Geschenk nicht an.

Anfangs Schlussdrittel lancierte Weinfelden nach überstandener Unterzahl einen weiteren Angriff. Gemperli blieb hartnäckig vor dem Tor und brachte die Scheibe etwas kurios und glücklich im Tor unter zum Ausgleich. Nun war das Spiel neu lanciert. Weinfelden hatte in der Folge mehr Spielanteil, jedoch kein Abschlussglück und die Uzwiler waren mit einigen Konterchancen gefährlich. Mit einem Mann mehr auf dem Eis konnten sich die St. Gallen drei Minuten vor Schluss dann aber im Weinfelder Drittel festsetzen. Die Trauben verteidigten geschickt, und so konnte auch diese heikle Situation überstanden werden. Nachdem kein weiteres Tor mehr fiel, ging es wie bereits im Hinspiel in die Verlängerung. In dieser brauchten die Uzwiler nur fünf Sekunden, um sich den Zusatzpunkt durch einen Treffer von Müller zu sichern. (kr)

Weinfelden - Uzwil 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1) n.V.
KEB Güttingersreuti – 173 Zuschauer – Sr. Zweidler (Nyffenegger, Lamers)
Tore: 11. Broder (Rotzinger, Lipp/Ausschluss Araujo) 0:1, 16. Schläppi (Ausschluss Araujo!) 1:1, 16. Locher (Rüfenacht) 1:2, 32. Noser (Lemm) 1:3, 33. König (Reinmann/Ausschluss Noser) 2:3, 43. Gemperli 3:3, 61. Müller (Lemm) 3:4
Strafen: 6mal 2 Min. plus 1mal 5+20 Min. (Araujo) gegen Weinfelden, 3mal 2 Min. gegen Uzwil
Weinfelden: Gemperle (D. Mathis); Spillmann, Moser, J. Müller Gemperli, Schneider, Dolana, Hofer, Reinmann, Rothen, Baumgartner, Schläppi, Araujo, Maier, König, R. Mathis, Hänggi. Bemerkungen: Weinfelden ohne Figini, Heid, Illien, P. Müller, Rietmann
Uzwil: Bauer (Stalder); Grau, Bischof, Lipp, Lemm, Rüfenacht, Locher, Hohlbaum, Jäppinen, Rotzinger, Meyer, Noser, M. Steiner, Holdener, S. Steiner, Broder, Müller, Grigioni, Bleichenbacher
Best Player: Gemperle (Weinfelden), Broder (Uzwil)

 

(Fotos: Karin Reinert)