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Sieg gegen Wil, aber einen weiteren Punkt verschenkt

Auch gegen Wil verpasste es der SCW die bereitliegenden drei Punkte mitzunehmen. Nach einer 3:0-Führung gewannen die Weinfelder im Penaltyschiessen.

Beim Spiel Weinfelden gegen Wil mass sich die gruppenintern beste Defensive mit der schwächsten Offensive. Dementsprechend sah auch der Spielstand nach zwei Dritteln aus: Weinfelden führte mit 3:0. In der 5. Minute hatte Schoop in Unterzahl einen Puck im Aufbau geklaut und etwas glücklich flach versenkt. Zu Beginn des Mitteldrittels schob Fontana zum 2:0 ein und in der 25. Minute folgte der zweite Weinfelder Shorthander. Beck rutschte an der blauen Linie in einen Wiler, Philipp Bucher konnte mit der Scheibe entwischen und diese zum 3:0 im Tor unterbringen. Durch diese erfolgreichen Weinfelder Einzelaktionen sah es nach einem sicheren Sieg aus, zumal sich der SCW nach dem ersten Abschnitt gesteigert hatte und den bis dahin matten Gegner aus dem Slot raushalten konnte. Doch im Schlussabschnitt verspielten die Weinfelder zum dritten Mal in Folge ihren Vorsprung. Mitentscheidend hierfür mag gewesen sein, dass die vielen Strafen, welche der nicht sehr stilsichere Referee gegen den SCW aussprach, langsam ihren Tribut forderten. 13 Minuten vor Schluss verlor das Heimteam gegen die nun stets aggressiv auf den puckführenden Spieler zukommenden Wiler im Powerplay mehrmals den Puck. Dies bestrafte letztendlich Krstic mit seinem Kontertor zum 3:1. Es war der dritte Shorthander des Abends. Fortan versuchte Weinfelden den Vorsprung zu verwalten und überliess die Initiative den Wilern. Fast wäre dies aufgegangen, doch in der 59. Minute traf Steffen im Powerplay von der blauen Linie und brachte Wil wieder bis auf ein Tor heran. Damit wurde es noch einmal richtig spannend und dramatisch. Mickrige vier Sekunden vor der Schlusssirene kam der Nackenschlag für den SCW: Mäder glich mit einem Weitschuss aus. Zum vierten Mal in Folge musste Weinfelden dadurch in die Verlängerung, in welcher Grosschancen ausblieben. Im anschliessenden Penaltyschiessen bewahrten die Mittelthurgauer ihre in diesen Entscheidungen weisse Weste und setzten sich dank der individuellen Klasse ihrer Stürmer und ihres Keepers durch. Schoop traf gekonnt in die hohe Ecke und an Schlussmann Waber kam keiner der drei Wiler Schützen vorbei.
Drei mal in Folge hat Weinfelden nun einen Zähler liegen gelassen, gegen Bülach waren es vor Wochenfrist sogar zwei gewesen. Dies ist auch Weinfeldens Coach Wiesmann bewusst: „Mit den unnötigen Punktverlusten in den letzten drei Spielen haben wir es verpasst die Tabellenspitze zu übernehmen. Meine Spieler sind nicht bereit das Einfache zu tun. In der Offensive würde dies bedeuten weniger Dribblings vor der blauen Linie zu machen, die Scheibe öfter tief ins Drittel zu spielen. Alle Gegentore hätten heute mit einfacherer Spielweise verhindert werden können, wir müssten die Scheibe einfach konsequenter wegschlagen. Momentan sterben wir in Schönheit. Das müssen wir abstellen, um erfolgreich sein zu können.“
Nach dem Penaltysieg gegen Wil tauscht der SCW mit Winterthur, das gegen Dübendorf gewann, wieder die Plätze und liegt auf Rang drei. Im Nacken spürt man den Atem Frauenfelds. Nach vorne ist der EHC Dübendorf, gegen den man am kommenden Samstag ein Heimspiel bestreitet, wieder in Reichweite. Ausserdem dürfte sich der SCW mit nunmehr 32 Punkten die Teilnahme an den Playoffs definitiv gesichert haben.

SC Weinfelden - EC Wil 4:3 n.P. (1:0, 2:0, 0:3)
Güttingersreuti - 341 Zuschauer - SR Maissen; Büsser/Baumann.
Tore: 5. Schoop (Ausschluss Fontana!) 1:0. 22. Fontana (Zehnder) 2:0. 25. P. Bucher (Ausschluss Tobler!) 3:0. 47. Krstic (Ausschluss Steimer!) 3:1. 59. (58:18) Steffen (Lüthi, Schwarz; Ausschluss Ott) 3:2. 60. (59:56) Mäder (Wil ohne Goalie; Ausschlüsse A. Bucher; Capaul) 3:3.
Penaltyschiessen: Lüdi -. Schoop 4:3. Krstic -. Fontana -. Steimer -.
- Strafen: 11×2 plus 2×10 Minuten (A. Bucher und Tobler) gegen Weinfelden, 6×2 plus 10 Minuten (Steimer) gegen Wil.

Weinfelden: Waber; Jakob, Hemmi; Ott, A. Bucher; Zehnder, Vassanelli; Tobler, Trunz, Andenmatten; Toschini, Schoop, Fontana; Beck, Grischott, P. Bucher.

Wil: Demont; Hohl, Lipp; Steffen, Signer; Stalder, Schwarz; Mäder; Lüthi, Steimer, Filli; Germann, Capaul, Lüdi; Brugger, Krstic, Wengi; Kubli.

Bemerkungen: Weinfelden ohne Nussbaum (gesperrt), Dommen (verletzt) und Lüber (zurückgetreten wegen Verletzungen und Beruf), mit dem Partnerteamspieler Vassanelli (Zug Elite). Knöpfli und Müller nicht eingesetzt. Wil komplett. Steinegger und Scherrer nicht eingesetzt. 24:14 Time-out Wil. 59:22 bis 59:56 Wil ohne Goalie. Steimer setzt letzten Penalty an den Pfosten.

SC Weinfelden - EC Wil 4:3 n.P.

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