SCW sichert sich Heimrecht
Der SC Weinfelden startete mit einem Shutout ins neue Jahr. Gegen Luganos Farmteam Ceresio gewann er auswärts mit 4:0.Kein einfaches Auwärtspflaster war Ceresios Heimspielstätte, die Luganeser Resega, im bisherigen Saisonverlauf. Neunmal spielte der Aufsteiger Ceresio zu Hause, dabei fügten ihm nur Uzwil, Dübendorf und Arosa Niederlagen zu. Weinfelden gelang es nun als viertes Team aus Lugano einen Sieg zu entführen.
Diszipliniertes Defensivverhalten ebnete den Weg zu einem sicheren 4:0-Sieg. Einzig ab der 25. Minute schwand beim SC Weinfelden für zehn Minuten etwas die Konzentration und der Sinn für das wesentliche einfache Spielen. In jener Phase konnten sich die Mittelthurgauer aber auf Goalie Iwan Waber verlassen, der sich seinen zweiten Shutout im Trauben-Dress somit redlich verdiente. In den restlichen 50 Minuten war Weinfelden die tonangebende Mannschaft. Vor allem im Startdrittel schoss der SCW ohne zu zögern und erspielte sich so viele Tormöglichkeiten. Währenddessen war das zehntplatzierte Ceresio aufsässig und aggressiv, tauchte aber kaum je vor dem Weinfelder Tor auf. Der gute Ceresio-Keeper Vedova und das alte Problem der mangelnden Kaltblütigkeit vor dem Tor sorgten dafür, dass es nur 0:1 für die Weinfelder hiess. Zehnder hatte im ersten Powerplay des Spiels mit einem präzisen Direktschuss von der blauen Linie aus die Führung erzielt. Für den 42-jährigen Verteidiger war es der erste Treffer der Saison, letztes Jahr hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits zehnmal ins Schwarze getroffen gehabt.
In der ersten Minute des Mitteldrittels erhöhte dann Fontana auf 0:2, als er nach einem gemeinsam mit Beck gefahrenen Konter einen Abpraller verwertete. Nach der überstandenen kleinen Schwächephase im zweiten Drittel spielte Weinfelden mit kontrollierter Offensive weiter und hatte den Gegner im Griff.
In der Schlussviertelstunde machten die Boxplayformationen eine gute Figur und verhinderten den Anschlusstreffer der Tessiner. Definitiv entschieden war das Spiel dann in der 57. Minute als Andenmatten einen schnellen Konter zum 0:3 abschloss. Das 0:4 fiel 36 Sekunden vor Schluss durch eine Powerplay-Passstaffette, welche Captain Tobler abschloss.
Weinfeldens Coach Robert Wiesmann lobte den Auftritt seines Teams: „Hier zu spielen nach der Weihnachtspause war nicht einfach, aber mein Team hat die ausgegebene Marschroute gut umgesetzt. Defensiv sind wir hervorragend gestanden.“ Die Umstellungen - Ott spielte Center, Schoop in neuer Linie und auf dem Flügel - wirkten sich gemäss Wiesmann „heute sicherlich nicht negativ“ aus. Mit dem Erfolg im Tessin verkürzt der SCW den Rückstand auf Winterthur um einen Punkt auf nunmehr zwei Punkte. Ein Platz unter den ersten vier und somit der Heimvorteil im Playoffviertelfinale kann den Weinfeldern nicht mehr abgejagt werden. Die nächste Partie bestreitet der SCW schon am Mittwoch zu Hause gegen den EHC Arosa.
HC Ceresio - SC Weinfelden 0:4 (0:1,0:1, 0:2)
Resega - 112 Zuschauer - SR Meyer; Kohler/Scheggia.
Tore: 7. Zehnder (Y. Müller; Ausschluss Suter) 0:1. 21. (20:27) Fontana (Beck) 0:2. 57. Andenmatten (Y. Müller, Tobler) 0:3. 60. (59:23) Tobler (Beck; Ausschluss Cerinotti) 0:4. - Strafen: 6×2 plus 10 Minuten und Spieldauer (Jonas Vasalli) gegen Ceresio, 6×2 Minuten gegen Weinfelden.
Ceresio: Vedova; Carugati, Colombo, Rogger, Bersier, Suter, Pronini, Joel Vassalli; D. Bianchi, S. Von Gunten, Cerinotti, Buholzer, Della Santa, Riva, Ruspini, Grassi, Jonas Vassalli, Raggi, E. Bianchi, Andreoli.
Weinfelden: Waber; Zehnder, Hemmi; A. Bucher, Y. Müller; Jakob, Nussbaum; Schoop, Dommen, P. Bucher; Tobler, Trunz, Andenmatten; Beck, Ott, Fontana; Knöpfli.
Bemerkungen: Weinfelden ohne Grischott (verletzt). Toschini nicht eingesetzt. Ceresio ohne Tschudy und Bizzozero. Ende 2. Drittel Trunz verletzt ausgeschieden. Schoop übernahm daraufhin die Position von Trunz im 2. Block, Knöpfli erbte Schoops Platz im ersten Block.
HC Ceresio - SC Weinfelden 0:4
komplettes Spielprotokoll