Kämpferischer und gradliniger SCW erzwingt Showdown
Weinfelden glich mit einem 3:1-Heimsieg nach solidarischer Teamleistung die Halbfinalserie gegen Winterthur aus. Damit fällt die Entscheidung am Donnerstag in Winterthur.Der SCW zeigte sich im vierten Halbfinalspiel gegen Winterthur im Angriff gradliniger und schussfreudiger. Gepaart mit einer solidarischen Teamleistung und vielen Bullygewinnen reichte dies zu einem verdienten 3:1-Erfolg über Winterthur. Dieses hatte in den ersten zwei Abschnitten mehr Torchancen, doch es war das clever, aufopferungsvoll und mit tieferer Fehlerquote spielende Weinfelden, das mit 2:0 vorne lag. Jakob beendete im Powerplay mitte des ersten Drittels die 138 Minuten anhaltende Torlosigkeit der Weinfelder mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie. In der 22. Minute profitierte Andenmatten von einer unkontrollierten Abwehr des Winterthurer Keeper Oehninger und es stand 2:0. Zwei Minuten später war Trunz die tragische Figur, da er zuerst nach einem aufsässigen Einsatz seiner Sturmpartner mit seinem Slapshot das leere Tor verfehlte und darauf auch noch die Strafe kassierte, welche Winterthur zum gut heraus gespielten 2:1 nutzte. Die Zürcher hatten nach diesem Anschlusstreffer bis zur zweiten Pause mehr Spielanteile, dies auch weil Weinfelden viele Strafen kassierte. In der Abwehrschlacht vor dem eigenen Kasten waren die Thurgauer aber kampfstark und genug abgeklärt, um mit ihrem guten Boxplay und dem nötigen Glück den 2:2-Ausgleich zu verhindern. Der SCW hatte durch Philipp Bucher, der mit seinem Abschluss an Oehningers Schoner keinen Weg vorbeifand, und Andenmatten, der einen Pass Schoops verpasste, nach Kontern im Mitteldrittel auch noch zwei gute Möglichkeiten das 3:1 zu erzielen. Dieses fiel dann in der 55. Minute, als Vassanelli von der blauen Linie draufhielt und traf. Vor dem wichtigen ersten Regio League-Treffer des Zuger Leihspielers war es Weinfelden recht gut gelungen, Winterthur aus den gefährlichen Positionen herauszuhalten und den knappen Vorsprung zu verteidigen. Nach dem 3:1 wurde es wieder turbulenter, aber weder Winterthur noch Weinfelden, das nach einem Abspielfehler des Winterthurer Keeper Oehninger noch einmal das leere Tor nicht traf, erzielten einen weiteren Treffer. Mit dem verdienten 3:1-Erfolg gleicht Weinfelden die Halbfinalserie auf 2:2 aus und es kommt am Donnerstag in Winterthur zum grossen Showdown.
SC Weinfelden - EHC Winterthur 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
Güttingersreuti - 1’002 Zuschauer (Saisonrekord) - SR Koch; Ehmke/Kehl.
Tore: 10. Jakob (Ott; Ausschluss Perret) 1:0. 22. Andenmatten (Schoop, Jakob) 2:0. 24. Sommer (R. Früh, O. Früh; Ausschluss Trunz) 2:1. 55. Vassanelli (Ott, Beck) 3:1. - Strafen: 10×2 Minuten gegen Weinfelden, 4×2 plus 1×10 Minuten (Schumann) gegen Winterthur.
Weinfelden: Waber; Vassanelli, Sievi; Jakob, Ott; Zehnder, Nussbaum; Beck, Trunz, Fontana; Andenmatten, A. Bucher, Schoop; Toschini, Kappenthuler, P. Bucher; Hemmi.
Winterthur: Oehninger; Hurter, R. Meier; Wägeli, Schenk; Schöbi, Perret; Wörndli; Bussola, J. Vogler, Guidotti; Sommer, R. Früh, O. Früh; Schumann, Zürcher, Geiser.
Bemerkungen: Weinfelden ohne Grischott, Dommen und Tobler (alle verletzt), mit den Partnerteamspielern Kappenthuler, Sievi (beide Kreuzlingen) und Vassanelli (Zug Elite). Knöpfli und Müller nicht eingesetzt. Winterthur ohne Schmid, Grolimund, Benz, R. Vogler, Bodenmann und Wissmann (alle verletzt). 55:06 Time-out Winterthur. Winterthur ab 57:40 bis 60:00 ohne Goalie.
SC Weinfelden - EHC Winterthur 3:1
komplettes Spielprotokoll