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Geduld gezeigt und zum Schluss geglänzt

Weinfelden gewann auch das zweite Playoff-Viertelfinalspiel gegen Wetzikon ohne ein Gegentor zu erhalten. Nach dem 0:5-Sieg liegt für Weinfelden am Dienstag der erste Matchpuck bereit.

Es war ähnlich wie im ersten Spiel der Serie: Weinfelden rüttelte im ersten Drittel vergebens am Wetziker Defensivblock, knackte diesen aber ab dem zweiten Drittel mit einer Tempoverschärfung. „Man muss gegen Wetzikon geduldig bleiben und darf am Anfang nicht in die Falle tappen“, äusserte sich Weinfeldens Trainer Wiesmann. „Spitzt man stetig gegen ihre Wand, werden die Zürcher müde“. Sein Team befolgte diese Taktik und wurde hierfür mit einem klaren 0:5-Sieg belohnt.

Zu Beginn sah es nicht unbedingt danach aus: Nach gutem Start ins Spiel hatten sich vereinzelte Nachlässigkeiten eingeschlichen. So verlor Keeper Waber beispielsweise in der 10. Minute hinter dem Tor die Scheibe, konnte aber gerade noch ins Tor zurückspringen und gegen Vesely mit dem Schoner parieren. Fünf Minuten später vergab Künzli in Unterzahl die zweitbeste Chance der Wetziker. Das Geknorze auf engem Raum mit wenigen Grosschancen, welches Weinfelden im ersten Drittel oft präsentierte, wich dann im zweiten Abschnitt flüssigen Angriffen, mit der nötigen Entschlossenheit und der Bereitschaft zu schiessen vorgetragen, während hinten eine solide und wache Defensive stand.
Weinfelden, das die Scheibe, anders als sonst in dieser Saison, nur noch selten tief in die Ecke drosch, war nun klar die bessere, gefährlichere Mannschaft und dies machte sich auch auf der Anzeigetafel bemerkbar. Der vorbildliche Kämpfer Andenmatten ging an der blauen Linie in der 25. Minute gut mit dem Körper dazwischen, was Jakob die Möglichkeit eröffnete zu kontern. Mit Tempo fuhr dieser über rechts ins Drittel und passte quer zum mitgelaufenen Andenmatten, der aus kurzer Distanz direkt einschob. Damit war der Bann gebrochen. Acht Minuten später konnte Diener abstauben, nachdem Toblers Schuss von Müller, der im Slot hochsprang, abgelenkt worden war. Mit dem 0:2 ging es in die zweite Drittelspause.
Wetzikon kassierte zu Beginn des Schlussdrittels war eine Strafe abgelaufen stets wieder eine neue. In der 47. Minute konnte Weinfelden eines der durch diese Undiszipliniertheiten möglichen Powerplays nutzen. Jakobs flacher Schuss schlug im Tor ein, da Andenmatten Wetzikons Schlussmann die Sicht verdeckt hatte. Daraufhin versuchte Wetzikon noch einige Konter zu fahren, fiel dann aber auseinander. Angetreten mit den zwei HCT-Leihspielern Annen und Hendry, der sehr präsent war und ein gutes Auge für seine Mitspieler besass, spielte der SCW die Zürcher nun mit schönen Kombinationen schwindlig. So musste Annen in der 55. Minute zum 0:5-Endstand nur noch einschieben, zwei Minuten zuvor hatte Tobler bereits mit einem trockenen Schuss von der Seite zum 0:4 getroffen gehabt. Goalie Iwan Waber feierte so gegen seine ehemaligen Teamkameraden aus Wetzikon, denen erneut die Kaltblütigkeit vor dem Tor fehlte, den zweiten Shutout in Folge. Am Dienstag ist für Weinfelden in der heimischen Güttingersreuti nun bereits der Einzug ins Halbfinale möglich.

EHC Wetzikon - SC Weinfelden 0:5 (0:0, 0:2, 0:3)
Kunsteisbahn - 488 Zuschauer - SR Leutenegger; Brunner/Wiegand.
Tore: 25. Andenmatten (Jakob) 0:1. 33. Diener (Müller, Tobler; Ausschluss Lange) 0:2. 47. Jakob (Diener; Ausschluss Künzli) 0:3. 53. Tobler (Diener) 0:4. 56. Annen (Beck, Fontana) 0:5. - Strafen: 11×2 plus 10 Minuten (Egolf) gegen Wetzikon, 6×2 Minuten gegen Weinfelden.

Wetzikon: Bürlimann; Lange, Egolf; Holdener, F. Reichmuth; Hvjdt, Brunner; Steiner, Künzli, Eicke; Aeberli, Schraner, T. Griga; Bill, Trösch, Vesely; P. Reichmuth, S. Müller, Betschart; Baer.

Weinfelden: Waber; Jakob, Y. Müller; Ott, A. Bucher; Nussbaum, Zehnder; Tobler, Diener, Andenmatten; Fontana, Annen, Beck; P. Bucher, Dommen, Hendry; Toschini, Trunz, Knöpfli.

Bemerkungen: Wetzikon komplett. Weinfelden ohne Grischott und Schoop (beide verletzt), mit Hendry, Annen (beide HC Thurgau) und Diener. Hemmi nicht eingesetzt.

EHC Wetzikon - SC Weinfelden 0:5

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