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Den Verfolger abgeschüttelt

Der SC Weinfelden siegte im schnellen und umkämpften Verfolgerduell gegen Bellinzona dank einer Steigerung in der zweiten Spielhälfte verdient mit 3:1.

Weinfelden konnte in den ersten beiden Dritteln gegen Bellinzona nicht vollends an die überzeugende Leistung anschliessen, die es unter der Woche in Arosa gezeigt hatte. Nach einem guten Start liessen die Thurgauer in der schnellen Partie oftmals die Konzentration vermissen und agierten im Aufbau zu nervös und unpräzis. Punkto Torchancen war das Spiel aber ausgeglichen. Der erste Treffer in diesem Verfolgerduell (2. gegen 3.) fiel in der 26. Minute für das Heimteam Weinfelden. Topscorer Philipp Bucher legte zurück an die blaue Linie, von der Beck mit einem Flachschuss vollstreckte. Verdienterweise glich das jeweils zügig angreifende Bellinzona aber drei Minuten später aus. Juri passte in doppelter Überzahl aus spitzem Winkel in den Torraum, wo der zuvor tadellose Weinfelder Keeper Waber den Puck unglücklich in die Maschen ablenkte.
Nach einer Phase in der vor allem Zweikämpfe zu reden und raunen gaben, konnte sich der SC Weinfelden steigern und bis zur Drittelspause einige gute Chancen kreieren. Dieser Trend setzte sich auch im Schlussabschnitt fort. Bellinzona kam gegen die nun geschlossenere Weinfelder Abwehr seltener vors Tor, blieb dabei jedoch gefährlich. Eine Strafe gegen den ehemaligen Weinfelder Gundars Berkis, der jetzt bei Bellinzona Topscorer ist, leitete die entscheidende Weinfelder Druckphase ein. Brandgefährlich war Weinfelden aber erst nach Ablauf dieser Strafe: Als Tobler einschieben wollte (46.) war noch ein Stock dazwischen, bei Dommens Abschluss (47.) blieb der Puck Millimeter vor dem Pfosten liegen. In der 51. Minute wurde das Hoch schliesslich mit der Führung belohnt: Ausgerechnet Martin Knöpfli, dem Weinfelder Spieler mit der wenigsten Eiszeit in der diesjährigen Meisterschaft, auch in diesem Spiel erst im Schlussabschnitt das erste Mal auf dem Eis, gelang das Game-winning-Goal. Er staubte gekonnt zum 2:1 ab. In der Folge kassierte Weinfelden noch einige Strafen, überstand das Powerplay der Tessiner aber unbeschadet und recht souverän. Dommen übernahm schliesslich, direkt von der Strafbank gekommen, 90 Sekunden vor Schluss einen Befreiungsschlag und schoss zum 3:1 in den leeren Kasten ein.
Weinfelden hat nach diesem erkämpften Sieg den zweiten Platz nun etwas gefestigt und hat Leader Dübendorf mit vier Punkten Rückstand noch in Sichtweite. Jetzt muss der SCW zweimal auswärts antreten, nämlich in Uzwil und Winterthur, ehe am 1. Dezember mit dem Thurgauer Derby wieder ein Heimspiel folgt.

SC Weinfelden - GDT Bellinzona 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)
Güttingersreuti - 325 Zuschauer - SR Koch, Taetzsch/Cavallaro.
Tore: 26. Beck (P. Bucher) 1:0. 29. Juri (Sczepaniec, Guidotti; Ausschlüsse Andenmatten und Ott) 1:1. 51. Knöpfli (Sievi, Dommen) 2:1. 59. Dommen (ins leere Tor; Ausschluss Zehnder!) 3:1. - Strafen: 13×2 Minuten gegen Weinfelden, 8×2 plus 3x10 Minuten (Merlini, Schmid und Sanese) gegen Bellinzona.

Weinfelden: Waber; Ott, A. Bucher; Zehnder, Sievi; Grischott, Jakob; Lüber, Trunz, Tobler; Beck, Dommen, P. Bucher; Fontana, Schoop, Andenmatten; Toschini, Knöpfli.

Bellinzona: Brusatori; Sanese, Guidotti; Schalbetter, Merlini; Szczepaniec, Morinini; Rosselli, Facchi, Juri; Schmid, Farretti, Berkis; Bernasconi, Isabella, Domenighetti; Falconi, Delgrosso, Cavanna.

Bemerkungen: Weinfelden ohne Müller, Hemmi und Nussbaum (alle verletzt), mit dem Partnerteamspieler Sievi (Kreuzlingen). 35. Pfostenschuss Lüber. 58:11 Time-Out Bellinzona. Bellinzona zwischen 58:11 und 58:27, 58:51 und 59:06 sowie 59:34 und 60:00 ohne Goalie.

SC Weinfelden - GDT Bellinzona 3:1

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