Den Angstgegner endlich bezwungen
Ein gut organisiert und effizient spielender SC Weinfelden gewann in Wil recht ungefährdet mit 4:2.Sechsmal hatte Weinfelden seit dem Aufstieg vor drei Jahren gegen Wil gespielt und dabei sechsmal verloren. Die St. Galler konnten als Angstgegner bezeichnet werden - bis zum letzten Samstag. Weinfelden setzte sich mit 2:4 in der Bergholzhalle durch, dank guter Organisation und Effizienz kam der Erfolg verdient und recht ungefährdet zu Stande.
Wil legte zu Beginn ein hohes Tempo vor, da dabei aber etwas die Präzision und Abstimmung fehlte, wurden die Mühe bekundenden Weinfelder nur eingeschnürt aber nicht in Rückstand gebracht. Das 0:1 für den SCW in der 12. Minute war dann aus Sicht der aktiveren Wiler sehr ärgerlich. Fontana profitierte von einem Puckverlust an der Bande und erwischte Keeper Keiser mit einem Schuss von hinter dem Tor. Via Keisers Bein ging der Puck ins Netz und so ebnete sich der Weg zum Weinfelder Sieg erheblich. Bald darauf taute Weinfelden nämlich auf. Durch mehr Bewegung im eigenen Spiel stoppte der SCW die Wiler nun früher, konnte öfter selbst angreifen und liess sich dabei auch nicht mehr so häufig an die Bande abdrängen. In doppelter Überzahl gelang Nussbaum beim zweiten Nachstochern nach einem Weitschuss Zehnders das 0:2 (23.). Den Wiler Anschlusstreffer (27.) musste der SCW in Unterzahl hinnehmen, nachdem der Puck nicht genug konsequent weggeschlagen wurde. Nur 13 Sekunden nach dem Treffer von HCT-Leihgabe Müller stellten die Weinfelder aber wieder den Zweitore-Abstand her. Schoop bereitete vor, Beck staubte ab - 1:3. In der letzten Minute des zweiten Drittels schob Phillip Bucher zum 1:4 ein, was die Vorentscheidung bedeutete. Nach mehreren ungenutzten Chancen zum 1:5 zwischen der 45. und 48. Minute übernahm noch einmal Wil das Zepter, doch die Weinfelder Abwehr, in der Stürmer Alain Bucher eine ansprechende Leistung zeigte, war gut organisiert und agierte konzentriert. Die St. Galler hätten ihre Chancen, die sich nach Forechecking, Querpässen und schnellen Angriffen durchaus vereinzelt boten konsequenter nutzen müssen um noch einmal heranzukommen. So blieb das 2:4 (51.) ihres Captains Steimer, der Meier im Powerplay mit einem halbhohen Versuch, wohl ein missglückter Pass, am nahen Pfosten erwischte, das einzige Tor im Schlussdrittel.
Weinfeldens Coach Robert Wiesmann zeigte sich nach dem dem dritten Sieg in Serie zufrieden: „Das defensivere System trägt langsam Früchte und im Powerplay lief die Scheibe heute recht schnell.“
EC Wil - SC Weinfelden 2:4 (0:1, 1:3, 1:0)
Bergholz - 377 Zuschauer - SR Taiana; Schurter, Wiegand.
Tore: 12. Fontana (Nussbaum, Beck) 0:1. 23. Nussbaum (Ausschlüsse Scherrer und Steinegger) 0:2. 27. (26:52) D. Müller (Lüthi, Brugger; Ausschluss Beck) 1:2. 28. (27:05) Beck (Schoop, Fontana) 1:3. 40. P. Bucher 1:4. 51. Steimer (Lipp, Stalder; Ausschlüsse Zehnder und Trunz) 2:4. - Strafen: 6x2 Minuten gegen Wil, 8x2 Minuten gegen Weinfelden.
Wil: Keiser; Stalder, Lipp; Steffen, Mäder; Schwarz, Hohl; Signer; Lüthi, Steimer, D. Müller; Eisenring, Capaul, Lüdi; Krstic, Germann, Steinegger; Scherrer, Brugger, Filli.
Weinfelden: Meier; Ott, A. Bucher; Zehnder, Nussbaum; Hemmi, Jakob; Fontana, Schoop, Beck; P. Bucher, Dommen, Toschini; Tobler, Trunz, Andenmatten.
Bemerkungen: Weinfelden ohne Y. Müller und Lüber (beide verletzt), Knöpfli, Grischott und R. Keller (wegen Verletzten im Aufgebot) nicht eingesetzt. Wil ohne Angele und Wengi, mit den Partnerteamspielern D. Müller und Eisenring (beide HCT). Wil ab 58:56 ohne Torwart. Best Player Wahl: Lüthi (Wil) und Fontana (Weinfelden).
EC Wil - SC Weinfelden 2:4
komplettes Spielprotokoll