Playoff-Vorschau SC Weinfelden - HC Luzern ActionbildWenn heute Abend der SC Weinfelden zu seinem ersten Playoff-Spiel seit 2009 lädt, offerieren die Trauben allen Inhabern einer Saisonkarte des HC Thurgau eine 50% Ermässigung auf den Eintritt. Der SCW freut sich auf diese Spiele und erhofft sich natürlich einen respektablen Zuschaueraufmarsch gegen das Traditionsteam aus Luzern. Der HCL hatte zuletzt zwar nicht mehr den gewaltigen Aufmarsch der vergangenen Jahre vermelden können, auf die Playoffs hin dürfte sich das aber wieder ändern.

Die Innerschweizer brauchten lange um in dieser Saison auf Touren zu kommen. Umso eindrücklicher war dann aber ihr Schlussspurt: Sieben Spiele am Stück gewann das Team und erzielte dabei über vierzig Treffer, ehe es in Bellinzona einen 8:1 Dämpfer gab. Die „natürlichen Gegebenheiten“, sprich die Fasnachtszeit in der Innerschweiz, sowie die Tatsache, dass Luzern bei einem Sieg ins Engadin hätte reisen müssen lassen aber an der Aussagekraft dieses Resultats zweifeln. Der Topscorer des HCL heisst Remo Lustenberger und spielt gemäss hcluzern.ch schon seit seinem vierten Lebensjahr für sein Team. Auf ihn gilt es sicher aufzupassen. Allerdings liegt seine Stärke vor allem in der Vorbereitung. Robert Tobler, der im Juniorenalter auch schon für die Schweiz stürmte, springt hier allerdings gerne in die Bresche. Allgemein fällt auf, dass die Luzerner, genau wie Weinfelden, in der Offensive nicht von wenigen einzelnen Spielern abhängig sind.

Bei einem Torverhältnis von 119:81 fällt aber auch auf, dass es vor dem eigenen Tor nicht immer ums beste bestellt ist. Die Defensive lies damit fast schon doppelt so viele Gegentreffer zu wie die Dalla Vecchia Truppe. Allgemein scheint in der anderen Gruppe das Gewicht mehr auf der Offensive gelegen zu haben denn auf einer soliden Verteidigung. Der Vergleich dieser Philosophien dürfte eine zusätzliche Spannung in die Playoffs bringen.

Die restlichen Begegnungen lauten:
EHC Seewen – EHC St. Moritz
EHC Dürnten – SC Rheintal
Cdh Engiadina – GDT Bellinzona

Auch hier dürfte es spannend werden, wenn beispielsweise der Leader der Gruppe 1 in den Kühlschrank von St. Moritz reisen muss oder Engiadina zum „Südländer-Duell“ lädt dürften sich spannende Partien ergeben. Es bleibt auch die Frage, ob der SC Rheintal rechtzeitig zu alter Stärke zurückfinden wird, Dürnten dürfte jedenfalls gewarnt sein vor der Spielfreude der erst in letzter Minute von der Spitze abgerutschten Widnauer.