Eine Herausforderung – Der angestrebte Wiederaufstieg wird kein Selbstläufer
Sieben Saisons in Folge hat der SC Weinfelden in der 1. Liga gespielt, ehe im vergangenen Frühjahr mit einer indiskutablen Kanterniederlage in Wetzikon gegen den „unabsteigbaren“ HCW der bittere Gang in die 2. Liga für die Trauben besiegelt worden war.
In der Zwischenzeit sind einige Monate vergangen, in denen weiter hätte Trübsal geblasen und Wunden geleckt werden können, oder sich aber den anstehenden, grossen Herausforderungen anzunehmen und stellen zu können. Der SC Weinfelden hat letzteres getan und bereits am 19. April offiziell die Saisonvorbereitung mit seiner 1. Mannschaft gestartet. Bis zu vier Mal pro Woche wurden die Spieler vom neuen Trainergespann Gianni Dalla Vecchia(Headcoach) und Reto Germann (Assistantcoach) zum Training aufgeboten. Dank der neuen, engen Zusammenarbeit mit Stephan Hodel vom Sun-Fitness in Bürglen konnten die wichtigen Krafteinheiten zu einem grossen Teil auch ganz individuell gestaltet und durchgeführt werden.
Bereits im Sommer hat sich gezeigt, mit welch grossem Willen und Einsatz die Spieler bei der Sache sind. Das Trainerduo war begeistert von der hohen Intensität in den auch mit vielen spielerischen Elementen ausgestalteten Einheiten. Am 6. August 2011 ging es dann erstmals aufs Eis; damit wurde eine weitere wichtige Etappe in der Vorbereitung auf die neue Saison eingeläutet. In den Vorbereitungsspielen warten und arteten einige namhafte Gegner auf die Trauben – so zum Beispiel der ewige Rivale EHC Frauenfeld sowie der EHC Uzwil aus der 1. Liga. Anfang September nimmt der SC Weinfelden – nur 1 Woche nach dem in der heimischen Gütti ausgetragenen Trainingslager – an einem 1. Liga-Turnier in Burgdorf teil.
Am 5. Oktober 2011 startet die Dalla Vecchia-Truppe zu Hause gegen die 2. Mannschaft des SC Herisau, die zusammen mit dem EHC St. Gallen in die 2. Liga aufgestiegen ist. Dass die 2. Liga ihre Tücken hat, erfuhr vergangene Saison Absteiger Wil am eigenen Leibe; die St. Galler mussten am Ende der Saison sogar den Gang in die 3. Liga antreten. Die Trauben sind also gewarnt und müssen sich bewusst sein, dass gegen den ehemaligen 1. Ligisten jede Mannschaft noch mehr als üblich unternehmen wird, um einen Sieg zu landen. Gespannt sein darf man natürlich auch auf das Thurgauer Derby gegen den EHC Kreuzlingen-Konstanz, nachdem zuletzt das Verhältnis zwischen den beiden Clubs merklich abgekühlt ist und verschiedene Exponenten in beide Richtungen die Clubfarben gewechselt haben.
Der SC Weinfelden schliesst zum jetzigen Zeitpunkt weitere Transfers keineswegs aus. Nach Ansicht der Weinfelder Verantwortlichen dürften noch einige namhafte Akteure auf den Markt kommen, die unter Umständen den Trauben in der 2. Liga bei der Mission Wiederaufstieg helfen könnten. Dass diese Mission eine schwierige wird, haben die Geschichten der Absteiger der vergangenen Jahre gezeigt. Der SC Weinfelden will deshalb schon heute genug weitsichtig handeln und nicht bloss die nächsten 12 Monate im Kopf haben. „Trotz allen sportlichen Ambitionen, haben wir auch eine Verantwortung für den Gesamtverein; da darf man nicht nur kurzfristig denken. Aber natürlich setzen wir alles uns mögliche daran, den SC Weinfelden wieder in die höchste Amateurliga zurückzuführen“ erklärt Sportchef Patrick Henry.






















